Um ein Jahr abschließen zu können, ist es unabdingbar, einen Blick nach hinten zu werfen. Hiermit möchte ich mein Jahr 2015 nochmals Revue passieren lassen.

Man muss nicht ausschließlich nach vorne sehen. Manchmal ist auch ein Blick in die Vergangenheit, als Reflexion, sehr wichtig. In den letzten Jahren hat es immer wieder einen Rückblick gegeben, den ich auch heuer weiterführen möchte.

Berufliche Veränderung

Die wohl größte Veränderung ist beruflicher Natur. Nach neun Jahren bei UPPER Network und der federführenden Entwicklung von MARMIND habe ich mein „Baby“ verlassen und die Leitung der Softwareentwicklung bei der AutomationX übernommen.

Softwareentwicklung

Vor dem Jobwechsel war ich fast ausschließlich mit Webtechnologien beschäftigt. Neben Visual Studio 2015 kam WebStorm regelmäßig zum Einsatz. Visual Studio Code habe ich ebenfalls getestet, fand den Weg in den täglichen Gebrauch allerdings (noch) nicht. Im Zuge der Umsetzung einer mobilen Anwendung bin ich stärker mit Xamarin in Berührung gekommen.

Sehr intensiv habe ich mich mit dem IdentityServer3 von thinktecture beschäftigt, eine Contribution auf GitHub eingeschlossen. Zusätzlich habe ich auch ein Lokalisierungsprojekt für den IdentityServer3 ins Leben gerufen.

Erweiterungen gab es auch in meinem Node-Modul trello. Neu ist mur, ein einfacher Job-Scheduler für .NET.

Mit dem Jobwechsel hat sich technologisch schon einiges verändert. So wird die Webentwicklung (vorerst) etwas in den Hintergrund rücken und Desktop als auch SQL Server in den Vordergrund. Web und Mobile sind allerdings noch immer ein Thema, wenngleich auch nicht mehr ganz so im Fokus. Genaueres werde ich 2016 berichten.

Arbeitsweise und Kollaboration

Personal Kanban hat sich wieder aus meinem Leben verabschiedet. Dafür habe ich endlich DIE Todo-App für mich gefunden: Todoist. Nach zwei Tagen des Testens habe ich mir sofort das Premium-Paket gekauft und nutze dieses Werkzeug nun jeden Tag. Seit Ende Juli habe ich darüber immerhin 620 Tasks abgeschlossen.

Natürlich ist auch mein Moleskine noch immer mit dabei, da fährt die Eisenbahn drüber. Wo ich bin, ist mein Moleskine. Aber auch Microsoft OneNote drängt sich immer stärker in mein Leben. Vor einiger Zeit führte ich eine Evaluierung durch, da ich mir einbildete, es müsse doch eine bessere Lösung geben. Schlussendlich gibt es noch Evernote, nur sagt es mir so gar nicht zu. Durch die Verfügbarkeit auf allen Geräten und des doch sehr angenehmen Funktionsspektrums ist OneNote nun doch meine erste Wahl.

Fotografie

Bei meinem liebsten Hobby, der Fotografie hat sich sehr viel getan. So habe ich dieses Jahr mein komplettes Equipment getauscht. Meine Canone EOS 70D kam weg, dafür befindet sich nun eine Sony Alpha 6000 und eine Canon EOS 6D in meinem Eigentum. Neben den Bodies habe ich aber sehr darauf geachtet, mir nur wirklich gute Gläser ins Haus zu holen. Eine genaue Liste gibt es hier.

Equipment ist aber nur Werkzeug und bringt nichts, wenn man nicht ständig übt. Damit es mit dem ständigen Üben auch besser klappt, hatte ich mit Jahresbeginn den fotomontag ins Leben gerufen. Jeden Montag wollte ich ein neues Foto in meinem Blog veröffentlichen. Dazu musste ich natürlich häufig hinaus. Durch diese intensive Beschäftigung mit dem Thema konnte ich natürlich einiges lernen (vor allem wieviel ich noch nicht weiß), lernte aber auch interessante Menschen kennen.

Große Fortschritte habe ich mit Adobe Lightroom gemacht. Was zu Beginn des Jahres noch mit Suchen und Nachlesen mühevoll gefunden werden musste, läuft nun komplett automatisiert ab. Stattdessen entwickelt sich schön langsam ein Gespür für Feinheiten und Kleinigkeiten. Auch die Verwendung von Adobe Photoshop möchte ich nun nicht mehr kategorisch ausschließen.

Blog

Auch am Blog haben sich 2015 einige Veränderungen ergeben. Ich wollte wieder mehr bloggen, Fotos von mir herzeigen und so musste eine Unterteilung in unterschiedliche Bereiche her (inklusive mehrerer RSS-Feeds). Insgesamt gibt es nun 4 Bereiche:

Durch diese Erweiterung können sich alte und neue Leser für bestimmte Themen entscheiden und bleiben vom Rest verschont. Für mich selbst ergibt sich dadurch eine höhere Postfrequenz, da ich nicht immer darauf achten muss, ob der Beitrag wohl auch für möglichst viele von Bedeutung ist. Alleine durch die Fotografie und das Projekt fotomontag hat es wöchentlich Beiträge gegeben. Durch die erhöhte Postfrequenz haben sich auch die Zugriffe deutlich gesteigert, was sage ich, fast verdoppelt. Das freut mich natürlich, eine gute Verbreitung kann natürlich nie schaden.

Zum Thema Verbreitung fällt mir auch ein, dass ich Anfang des Jahres eine Phase Blogging in English hatte. Das Ziel war ein ganzes Monat lang in Englisch zu bloggen und dies dann eventuell auch weiterhin zu tun. Das habe ich gemacht, mich dann aber doch wieder für Deutsch entschieden. Der Hauptgrund war das gr0ße Feedback und zahlreiche Bitten, doch bei Deutsch zu bleiben. Ganz durch ist das Thema aber noch nicht, wenn ich ehrlich bin, allerdings bin ich mir ob der Umsetzung noch nicht ganz klar.

Sport

Neben der Fotografie hat sich der Sport in Form des Radfahrens und BWT manifestiert. So konnte ich meine Zahlen von 2014 weit verbessern. Anfang des Jahres habe ich auch hier meine Aufrüstung etwas aufgestockt, was sich als absolut sinnvoll erwiesen hat. Das neue Gerät macht einfach Spaß und will bentutzt werden. Zusammen mit den Übungen die ich mehrmals die Woche mache fühle ich mich absolut fit.

Fazit

2015 war ein recht gutes Jahr. Ich hatte die Möglichkeit viel zu lernen und durch den Branchenwechsel gegen Ende des Jahres wird mir diese Möglichkeit auch 2016 erhalten bleiben. Durch meine Leidenschaft der Fotografie konnte ich zudem viele schöne Momente genießen und festhalten. Durch den Sport fühle ich mich jetzt zu Ende des Jahres weit besser als zu Beginn, kann also auch hier einen Fortschritt feststellen. Ein weinendes Auge habe ich natürlich, wenn ich an meine alten Kollegen denke, da die Zusammenarbeit auf einem absolut hohen Level stattfand und es auch persönlich gepasst hat. Unabhängig dessen kann ich jedoch positiv in ein neues Jahr blicken und wünsche auch allen ein tolles neues Jahr. Bleibt gesund.

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.