Schrittzähler oder Activity Tracker gibt es ja schon länger und von zahlreichen Herstellern in diversen Ausführungen. Entsprechende Apps finden zunehmend ihren Weg ins Smartphone (über die Sinnhaftigkeit einer Schrittzähler-App am Smartphone kann man vortrefflich diskutieren) oder auf Smartwatches. In Mehr Kraft im Alltag durch Fitnesstracker beschreibe ich meine Erfahrungen mit einem Fitness-Tracker. Wie dem Artikel zu entnehmen ist, hat sich viel verändert. Nun folgt der nächste Schritt.

Eine ganz wichtige Erkenntnis hat mir der Schrittzähler gebracht: Es ist erstaunlich, wie wenig sich ein Softwareentwickler (oder ein x-beliebiger Schreibtischhengst) bewegt.

Erkenntnisse bringen wenig, wenn nichts geändert wird.

Bewege dich!

Ich bin ja kein Sportwissenschaftler und möchte mich auch nicht als solcher aufspielen, aber bewege dich soviel es geht. Man wird nicht jünger und Bewegung tut einfach gut. Dabei ist es wichtig herauszufinden, was einem gefällt. Ich habe es über zwei bis drei Wochen mit Laufen probiert, aber ich fahre lieber Rad. Also fahre ich Rad. Mittlerweile nicht mehr nur ein bis zweimal die Woche, sondern eher zwei bis dreimal. Für massives Schlechtwetter/Winter habe ich einen Ergometer – Hauptsache keine Ausrede. Wichtig dabei: Es muss Spass machen.

Leser meines Blogs wissen, ich liebe das Fotografieren. Zufälligerweise interessiert mich die Studio-Fotografie nicht. Ich gehe lieber auf die Strasse. Auch das mache ich mehrmals die Woche. Ebenfalls Bewegung und mitunter muss man ganz schön arge Stellungen einnehmen – wegen der Perspektive :)

Für mich war es wunderbar zu sehen, wie sich mein „Schrittaufkommen“ seit 2013 im Durchschnitt mehr als verdoppelt (ja fast verdreifacht) hat. Als Statistik-Freak gefällt das natürlich, wichtiger ist aber eine spürbare Veränderung hin zum Besseren im Alltag. Mittlerweile habe ich (wieder) ein gutes Gespür für Bewegung entwickelt. Das ist auch der Grund, warum ich mich von meinem Schrittzähler trenne. Er hat mir wirklich gute Dienste geleistet und Erkenntnisse gebracht. Ich will auch gar nicht sagen, dass er nicht hin und wieder zum Einsatz kommt, aber ich möchte mich von dieser Geisel befreien. Ich weiß jetzt wieder was ich tun muss, damit ich fit werde und es auch bleibe.

Tipps

Angetrieben durch die niedrigen Schrittzahlen habe ich mir ein paar Dinge angewöhnt, die ich hier aufzählen möchte. Mittlerweile wurde das alles zur Gewohnheit und verursacht daher keinerlei Stress mehr:

  • Nimm die Treppe, nicht den Lift
  • Lass das Auto für kurze Strecken stehen. Gehe zu Fuss, oder nimm das Fahrrad
  • Geh bewusst den längeren Weg – das kann im Buchladen beginnen indem man den weiteren Weg um ein Regal nimmt usw.
  • Entspanne dich bewusst indem du in einer Pause um den Häuserblock gehst oder eine kleine Runde – je nach Gegebenheit – drehst
  • Öfter mal am Abend nach der Arbeit eine Sparzierrunde drehen. Man macht Bewegung und kann super abschalten. Bewusst auch das Handy nicht mitnehmen.

Solche Möglichkeiten gibt es viele, man muss sie nutzen. Der Vorteil: Die Bewegung bringt auch eine Entspannung mit sich. Abschalten, „ein wenig Runterkommen“, Energie tanken. Probiert es mal für zwei Wochen aus, es tut wirklich gut.

Ernährung

Abseits der Bewegung gibt es ein noch viel wichtigeres Thema: Ernährung. Auf den meisten meiner arbeitstechnischen Stationen gab es dieselben Bilder: Ungesunde Getränke, ungesundes Essen. Jede Menge Zucker, Heißhunger. Um für den Alltag gut gerüstet zu sein, fit zu werden und zu bleiben, sich gut zu fühlen, muss man einfach auf die Ernährung schauen. Da sind dann durchaus unangenehme Einschnitte notwendig, aber es fühlt sich so viel besser an. Hierzu habe ich eine kleine interessante Video-Serie von Calvin Hollywood und Andreas Trienbacher. Seht euch das einfach mal an.

Es freut mich, wenn ich dich ein wenig zum Nachdenken bringen konnte oder wenn du dir konkrete Ziele vorgenommen hast. Was denkst du zu diesem Thema?

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.