Typora ist eine meiner letzten Tool-Entdeckungen und ist ein Editor sowie eine Lesehilfe für Markdown-Texte. Erfahre in diesem Beitrag, warum dieses Tool bei mir fortan täglich im Einsatz ist.

Ich habe ja schon öfter meine Vorliebe zu Markdown zum Ausdruck gebracht. Erst vor kurzem bin ich auf den Markdown Reader und Writer Typora gestoßen.

Markdown in aller Kürze:

Markdown allows you to write using an easy-to-read, easy-to-write plain text format (Quelle)

Tolles Konzept

Besonders gefällt mir das WYSIWYG-Konzept. Markdown-Syntax wird sofort visuell dargestellt, das klassische Zweitfenster entfällt.

Typora

Aber nicht nur zum Schreiben eignet sich Typora hervorragend. Auch zum Lesen von Markdown-Dateien lässt sich dieses Tool sehr gut verwenden. Geschuldet ist dem mitunter die Outline, welche die Struktur (und die aktuelle Lesestelle) des Dokumentes übersichtlich darstellt. Damit können auch längere Dokumente sehr komfortabel gelesen werden. Auch die Navigation funktioniert darüber super easy.

Kraftvoll mit Pandoc

Durch die Zusammenarbeit mit Pandoc fehlt es eigentlich an nichts mehr. Damit lassen sich unterschiedlichste Markup-Formate in ein anderes Markup-Format konvertieren. Wer dazu noch MiKTeX installiert, kann auch nach PDF exportieren.

Folgende Dateitypen stehen dann für den Import zur Verfügung:

.docx, .latex, .tex, .ltx, .rst, .rest, .org, .wiki, .dokuwiki, .textile, .opml, .epub.

Der Export unterstützt folgende Formate:

HTML, PDF (these two does not need Pandoc), Docx, odt, rtf, Epub, LaTeX, Media Wiki.

Pandoc ist optional. Nur wer den Im- und Export tatsächlich benötigt, sollte eine Installation erwägen.

Was gefällt noch gut?

Der Focus Mode hebt nur den aktuellen Absatz hervor und rückt den restlichen Text in den Hintergrund. Damit kann man sich – ja genau – auf die aktuelle Textstelle fokussieren.

Mittels F11 kann der Fullscreen Mode de-/aktiviert werden. Zusammen mit dem Focus Mode lässt sich damit wunderbar an längeren Texten arbeiten.

Der Source Code Mode ist eine Hybrid-Ansicht und zeigt Markup sowie die Visualierung an. Zusätzlich wird eine Zeilennummerierung dargestellt.

Zusätzlich erhält man auch Informationen hinsichtlich Lesezeit, Anzahl der Wörter und Zeichen. Alles schön übersichtlich dargestellt.

Weitere hilfreiche Funktionen:

  • Code Fences zum Eingeben von Sourcecode inkl. Auswahl der Sprache
  • Einbinden von Task Lists
  • Unterstützung von YAML Front Matter
  • Math Blocks
  • Und noch viel mehr

Wem die vorhanden Themes nicht zusagen, der kann auch selbst ein Theme schreiben.

Fazit

Wer auf Markdown setzt, der wird mit diesem Tool mehr als zufrieden sein. Noch dazu gibt es Typora für Windows, Mac und Linux. Würde es noch ein Plugin-System geben, dann wären weitere Spielereien wie Einbindung von Wikis, WordPress etc. eine wundervolle Abrundung.

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.

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