2013 hat sich in meinem beruflichen Umfeld sowie bei meinen persönlichen Projekten sehr viel getan. Das ist gut so, zeugt dies doch von einer steten Weiterentwicklung. Diesen Beitrag möchte ich nutzen, um das Jahr 2013 ein wenig Revue passieren zu lassen.

Arbeitsweise / Kollaboration

In Ach, Scrum bringt doch nichts. Oder doch?  habe ich bereits ein wenig über mein Vorhaben, dass ich allerdings bereits im Dezember 2012 gestartet habe, geschrieben. Das Einführen einer neuen Methode im Unternehmen ist nie eine einfache Sache. Obwohl das eigentliche Ziel durchaus deckungsgleich sein mag, werden Entscheidungen durch Politik gefällt und dadurch eine Weiterentwicklung oft gefährdet. Nach dem Motto “Der Prophet zählt im eigenen Dorfe nichts” habe ich kurzum Ilker Cetinkaya eingeladen.

Ilker hat einen außerordentlich guten Job geleistet und Klartext gesprochen, keine Floskeln von sich gegeben. Ich und viele Kollegen konnten jede Menge lernen, neue gedankliche Wege beschreiten und uns vor allem neue Ziele stecken.

Schritt für Schritt haben wir Punkte erledigt und sind nun an einem Stand der sich sehen lassen kann. Natürlich ist noch vieles zu tun, aber ist es so nicht immer? Dennoch, die Produktivität, die Kommunikation und – nicht unwesentlich – der Spaßfaktor konnten wesentlich gesteigert werden. Aus einem guten Team wurde ein richtig schlagfertiges Team.

In kleinerem Rahmen, also rein auf mich bezogen, kann ich nun auf fast ein halbes Jahr Personal Kanban zurückblicken. Für mich hat sich das als wirklich guter Weg herausgestellt, Dinge erledigt zu bekommen.

Entwicklungsumgebung, erweitere dich

Anfang 2013 bestand meine Entwicklungsumgebung im Großen und Ganzen aus

  • Windows
  • .NET
  • Visual Studio

Tools für SCM und Co. außer Acht gelassen. Nun sieht dies anders aus. Zwar bin ich hauptberuflich nach wie vor zu 90% auf diesem Technologiestack unterwegs, für meine privaten Projekte setze ich nun zusätzlich auf

  • Linux (Fedora)
  • VIM / Sublime Text / WebStorm
  • Node.js

Das hat nun nichts damit zu tun, dass ich mit Windows unzufrieden wäre (was ja gerne in solche “Aussagen” hineininterpretiert wird). Vielmehr sehe ich dies als persönliche Weiterentwicklung und Ausschöpfung zusätzlicher Potentiale.

Sublime Text ist übrigens auch auf meiner Windows-Kiste zu finden und erweist sich als extrem brauchbarer Editor.

Als neue “Entwicklungsumgebung” steht mittlerweile auch ein Raspberry Pi zur Verfügung, der aktuell heftigst bespielt wird. Zahlreiche Pläne stehen hier bereits Schlange, aber ein Schritt nach dem anderen.

Zusammenführung der Projekte

Wer mir auf Twitter folgt, konnte eine Welle an Änderungen meiner Webauftritte hinsichtlich der unterschiedlichsten Projekte verfolgen. So habe ich aus unterschiedlichsten Gründen (Zeit, Interesse, etc.) Projekte (die ohnehin nicht mehr aktiv verfolgt wurden) beendet und deren Webpräsenzen gekübelt. Alles was übrig blieb habe ich auf http://www.devtyr.com gebündelt und stelle ich auch zukünftig an dieser Stelle zur Verfügung.

Quasi im Gegenzug sind auch neue Projekte, wie beispielsweise Gullap, entstanden. Wer schmökern möchte hier bitte lang (neu sind auch alle Projekte basierend auf Node.js).

Austritt aus Netzwerken

Ein neuer Service erblickt das Licht des Lebens und irgendwie muss man sofort mit von der Partie sein. Schließlich muss man ja mitreden können. Irgendwann werden die Accounts einfach zu viele. Großteils bringen sie schlicht keinen Nutzen. Daher habe ich mich dazu entschlossen aus

und weiteren Netzwerken (an die ich mich schon nicht mehr erinnern kann) zu verschwinden. Auf Twitter und Google+ bin ich noch vertreten, wobei ich im ersteren Netzwerk weit aktiver bin.

Ich kann dies nur empfehlen. Es bleibt am Ende des Tages mehr Zeit zur Verfügung, die man sinnvoller einsetzen kann. Auch vermindert dieser Schritt diese neue Art von “Spam-Kommunikation” die in Wahrheit niemand braucht. Zu schnell lässt man sich dadurch viel Gestaltungsfreiraum nehmen, sei dies mit wem man Kommuniziert, wann man dies tut und mehr. Nein. Ich entscheide das, mein Leben. Im Gegenzug lasse ich mich auf die verbliebene Kommunikation weit intensiver ein. Das hat Mehrwert für alle Beteiligten.

Umbau ‘norberteder.com’

Meine Website hat nicht nur hinsichtlich des Layouts eine Weiterentwicklung erlebt, sondern auch unter der Haube hat sich etwas getan. So war bis vor einigen Monaten mein Blog ein eigenständiges System. Dies wurde nun zusammengeführt, wodurch natürlich zwischen Website und Blog kein Unterschied mehr erkennbar ist.

Mein ganz altes Blog (war unter blog.norberteder.com erreichbar), das ich seit 2003 führte, habe ich quasi zum 10. Geburtstag eingestellt. Die Top 30 Artikel habe ich übernommen, damit sie erhalten bleiben. Eine Komplettmigration wäre einfach zu viel Arbeit gewesen.

Und es gibt keine Möglichkeit mehr Kommentare zu verfassen – wer mich erreichen möchte, findet ohnehin genügend Möglichkeiten vor und das funktioniert ja auch ganz gut.

Fazit

Das Jahr 2013 hat mich viel im Umgang mit anderen Menschen, mit dem Zusammenschweißen von Teams und der Optimierung von Systemen im Allgemeinen gelehrt. Das war stellenweise richtig mühsam, hat mich schlussendlich aber unheimlich erweitert. Zudem bin ich viele Dinge, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben und nur noch nervten, los geworden. Ein Befreiungsschlag sozusagen. Das fühlt sich sowieso bestens an. Tja und dann wären da noch die vielen Tools und Bibliotheken und Anwendungen die ich kennen und teilweise lieben gelernt habe. Viel zu viel um alles aufzuzählen. Eventuell findet sich das eine oder andere in einen nächstjährigen Blog-Eintrag. Man sieht/liest sich.

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.