In den letzten Monaten bin ich massiv dazu übergegangen, alle meine Texte/Konzepte/etc. per Markdown (Extra) zu schreiben. Manche mögen nach dem Wieso fragen. Zum Einen bin ich so auf kein bestimmtes Programm angewiesen. Ein Texteditor ist ausreichend. Zum Anderen (und das hat mir bei LaTeX schon immer gut gefallen) möchte ich mich beim Schreiben auf den Inhalt konzentrieren und erst danach um das Aussehen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Markdown wesentlich einfacher zu verwenden ist, als beispielsweise TeX. Das primäre Ausgabe-Ziel ist HTML (nicht PDF). Mit den richtigen Editoren/Tools sind auch weitere Formate recht einfach abzudecken.

Für Entwickler und Nicht-Entwickler gleichermaßen

Jetzt mag nun so mancher sagen:

Ja, das ist aber nichts für Softwareentwickler schließlich sollte man doch HTML-Markup schreiben können.

Natürlich. Aber es geht nicht immer um die Arbeit als Softwareentwickler. So müssen Konzepte geschrieben werden, Zusammenfassungen, Reports und vieles mehr. Das kann sicherlich auch in Word und Co. getan werden, aber muss ich mich wirklich mit Formatierungen lange und breit herum schlagen? Ich möchte den Text erfassen, exportieren, idealerweise mit einem Stylesheet anreichern und fertig ist die Geschichte. Zudem kann Markdown auch von Personen ohne HTML-Know-How einfachst verwendet werden – um beispielsweise Hilfe-Texte zu erfassen, die einfach weiterverarbeitet werden können (für gewöhnlich passiert dies in Word, aufwändig diese Texte zu übernehmen).

Auch für Softwareentwickler ist Markdown durchaus interessant. Vielfach kann es als Zwischenformat dienen. Gerade auch im Web-Bereich zahlt sich eine Integration von Markdown aus (siehe Kommentar-/Hilfe-Systeme).

Optimierte Editoren

Markdown kann – wie bereits erwähnt mit jeglichem Text-Editor geschrieben werden. Durch diese ganze Zen-Geschichte sind jedoch ein paar Editoren entstanden, die absolut auf die Sache hin optimiert sind und eine Fokussierung auf Inhalte mit allen erdenklichen Funktionalitäten zulassen, ohne tatsächlich überladen zu wirken.

Einer dieser Editoren ist WriteMonkey. Ein sogenannter Zen-Editor mit zahlreichen Funktionalitäten. Aber werfen wir einen Blick auf einen Screenshot:

Screenshot WriteMonkey

Das sieht sehr, sehr simple aus. In Wahrheit hat diese Anwendung eine sehr lange Liste an Features.

Wer den Output an Kunden (bzw. die gesamte Businessschiene) weitergeben muss, der kann hier auch einen Export nach Word durchführen.

Auch wenn sich vielleicht Skepsis breit macht, einfach einmal ausprobieren und das nächste Dokument damit erfassen. Produktivität sieht genau so aus.

Sehr empfehlenswert ist Typora – detaillierte Informationen unter Review Typora.

Fazit

Mit Markdown lässt sich sehr viel anstellen. Einer der nächsten Beiträge wird ein Beispiel aus meiner täglichen Praxis zeigen. Für mich hat sich gezeigt, dass es kaum eine bessere Variante gibt, mit Texten umzugeben, die weitergegeben werden müssen.

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.