Den Begriff Know-how kennt man. Häufig verwendet wird er auch. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wie ist Know-how definiert? Vor allem, wie kann man Know-how aufbauen und davon profitieren? Diesen Fragen geht dieser Beitrag nach und versucht sie zu beantworten.

Den Begriff Know-how kennt man. Häufig verwendet wird er auch. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wie ist Know-how definiert? Vor allem, wie kann man Know-how aufbauen und davon profitieren? Diesen Fragen geht dieser Beitrag nach und versucht sie zu beantworten.

Grundlagen

Know-how ist implizites Wissen. Wissen, das vorhanden ist, aber oft nicht beschrieben werden kann. Dennoch weiß man, wie man ein Problem lösen kann bzw. welche Schritte eingeleitet werden müssen, um einer Lösung nahe zu kommen.

Dem Know-how gegenüber steht das Buchwissen. Zahlen und Fakten. Sicherlich auch häufig hilfreich, jedoch hilft es bei der Lösung von Problemen kaum weiter. Es fehlt die Erfahrung. Eben damit hat Know-how sehr viel zu tun. Auch mit Engagement und Begeisterung.

Know-how kann nicht in kurzer Zeit erlernt werden. Know-how muss man sich erarbeiten. Doch was kann man tun, um Know-how aufzubauen? Nachfolgend finden sich Punkte die ans Ziel führen sollten. Eine Garantie kann ich nicht abgeben, das hat dann freilich jeder selbst in der Hand.

1) Viel lesen

Know-how hat mit praktischer Erfahrung zu tun, die erhält man nicht vom Lesen. Was man aber erhält sind Grundlagen, Hintergrundwissen, Ideen und mögliche Anhaltspunkte. Ich kann empfehlen, die Themen nicht zu sehr einzuschränken. Gerne auch einmal Empfehlungen entgegen nehmen und einfach drauflos lesen.

Wichtig ist der Blick über den Tellerrand. Perfektes Wissen zu einem spezifischen Themengebiet hilft in der Regel nicht weiter. Man muss sein Spektrum erweitern. Wer das Gelesene reflektiert und mit Vorhandenem Wissen verknüpft legt den Grundstein zu einer späteren Verwendung.

Neben der fachlichen Komponente ist ebenfalls Augenmerk auf die eigene Persönlichkeit zu legen. Wer sich in unterschiedliche Richtung entfaltet, kann diese miteinander verbinden und davon profitieren.

2) Probieren und testen

Das theoretische Wissen muss unbedingt in die Praxis umgesetzt werden. Entweder hat man Glück und kann beruflich einiges davon anwenden, sonst bleibt immer noch die Möglichkeit, sind in der Open Source Welt zu engagieren oder einfach eine App zu entwickeln – wenn es sich um fachliche Themen handelt. Sonst bleibt das Arbeiten an der Persönlichkeit usw. Je nach Thema.

Erfahrungen werden hauptsächlich aufgebaut, wenn Probleme gelöst werden müssen, eben nicht alles einfach von der Hand geht, man sich ausführlich mit einem Thema beschäftigen muss. Dies bedeutet nicht, dass man sich selbst Probleme schaffen sollte, vielmehr sollte man sich nur nicht vor deren Lösung drücken.

Ich probiere auch gerne einmal unterschiedliche Ansätze, Bibliotheken, Tools. Je nachdem worum es sich handelt. Dadurch lerne ich verschiedene Zugänge kennen und kann zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen.

Eine wichtige Erfahrung hierbei ist, nicht allem was gerade hip ist nachzulaufen. Es empfiehlt sich, eine Strategie zu entwickeln. Wie möchte ich in fünf Jahren sein, was soll ich können? Um dies zu erreichen, sind direkte Wege zielführend.

3) Fragen stellen

Etwas selbst nicht zu wissen bedeutet nicht, dass andere es auch nicht wissen. Es ist wichtig, Fragen zu stellen. Dabei sollte man keine Angst haben, als unwissend oder gar dumm abgestempelt zu werden. Die meisten Menschen freuen sich, wenn man von ihnen lernen möchte und unterstützen tatsächliches Engagement. Strategien, das erhaltene Wissen zu verarbeiten, sollten natürlich vorhanden sein, denn nichts ist schlimmer als Menschen, die mehrfach dieselbe Frage stellen.

Ich schreibe oder zeichne sehr gerne und mache mir zu den wichtigen Dingen Notizen (siehe hier, zeichne Mindmaps oder nutze andere Mittel um die Information festzuhalten. Wichtig ist, diese Information immer wieder zu wiederholen (sehr interessant hierzu ist Spaced Repetition).

4) Beobachten

Wie verhalten sich andere in bestimmten Situationen? Wie ist deren Herangehensweise an Probleme? Wie bauen Kollegen Know-how auf, womit beschäftigen sie sich überhaupt? Diese und weitere Fragen sollte man sich stellen und zu beantworten versuchen.

Kinder lernen in den ersten Monaten ausschließlich durch beobachten – und das ganz ordentlich in kurzer Zeit. Warum also diese Möglichkeit vernachlässigen? Es zahlt sich aus, seine Umwelt wieder besser wahr zu nehmen.

In der heutigen Zeit stehen Veränderungen an der Tagesordnung. Deshalb muss man sich eine gewisse Flexibilität erhalten und sich auch mit Themen außerhalb des Tellerrandes beschäftigen. Schließlich kann man nicht wissen, welches Wissen und welche Fähigkeit Morgen von Nöten ist, aber bitte nicht übertreiben.

5) Unbekanntes Terrain betreten

Zur Weiterentwicklung gehört dazu, sich außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches zu betätigen. Neue Bereiche lassen neue Sichtweisen, Gedanken und Ideen zu. Sie bringen Kenntnis um zusätzliche Werkzeuge, Arbeitsweisen und Muster. Das erweitert die eigene Kenntnis und kann zu einem späteren Zeitpunkt helfen. Unbekanntes Terrain ist gepflastert von neuen Herausforderungen. An diesen kann man wachsen, aber auch scheitern. Dabei ist das Scheitern nicht als negativ anzusehen, denn gerade in solchen Momenten lernt man am meisten.

Fazit

Know-how kann man nicht von heute auf morgen aufbauen. Das benötigt Zeit. Und Ausdauer. Schlussendlich zahlt es sich aber aus, da zahlreiche Erfahrungen (oft sind die schlechten Erfahrungen die wirklich guten) miteinander verknüpft werden können. Aber auch wenn man glaubt am Ziel zu sein, unbedingt weitermachen. Es ist erst vorbei, wenn es mit uns vorbei ist.

Über den Autor

Norbert Eder

Ich bin ein leidenschaftlicher Softwareentwickler und Fotograf. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch in Fachartikeln und Büchern.